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Die Praxis, in Tarifvertragsbestimmungen mit Öffnungsklauseln oder Opt-out-Klauseln zu verancachten, ist sehr selten. Die arbeitsrechtliche Reform von 2017 ermöglicht es jedoch, sektorale Vereinbarungen an die Größe des Unternehmens anzupassen. Beispielsweise decken einige ihrer Bestimmungen möglicherweise nicht kleine Unternehmen ab. Die Vertretung der Arbeitnehmer im Unternehmen unterliegt dem Betriebsverfassungsgesetz. Dieses Gesetz basiert entscheidend auf dem Begriff Niederlassung. Eine Niederlassung ist die Organisationseinheit, in der der Unternehmer allein oder zusammen mit seinen Mitarbeitern bestimmte Arbeitsziele verfolgt. In einem Betrieb, der regelmäßig fünf oder mehr Beschäftigte beschäftigt, können seine Mitarbeiter beschließen, einen Betriebsrat zu wählen, dessen Amtszeit vier Jahre beträgt (Art. 21). In der Praxis werden Betriebsräte vor allem in mittleren und großen Unternehmen und viel seltener in kleinen Unternehmen gegründet: 1999 wurden Betriebsräte in 97,5 Prozent der Betriebe mit mehr als 1.000 Beschäftigten, aber nur in 4,2 % der Betriebe mit 5 bis 20 Beschäftigten organisiert. Die Arbeitszeit ist gesetzlich festgelegt, aber ihre Organisation wird auf unternehmens- und branchenebener Ebene ausgehandelt. Da der Gesetzgeber Verhandlungen auf Unternehmensebene verbindlich vorlegte, ist es die Unternehmensebene, auf der Arbeitszeitregelungen, die sich von der gesetzlichen 35-Stunden-Woche unterscheiden, hauptsächlich neu verhandelt werden. Die Löhne werden hauptsächlich auf sektoraler Ebene, aber auch häufig auf Unternehmensebene ausgehandelt, weil die Gesetzgebung vorsieht, dass Arbeitgeber (in einem Unternehmen mit mehr als 50 Beschäftigten) jedes Jahr Lohnverhandlungen aufnehmen müssen.

Der Mindestlohn ist jedoch gesetzlich festgelegt und muss durch Branchen- oder Betriebsvereinbarungen eingehalten werden. Die SEC kann entweder auf Unternehmensebene oder auf Niederlassungsebene gebildet werden, wenn auch eine zentrale SEC eingerichtet wird. Die SEC erhält von den Arbeitgebern Informationen zu Themen wie den wirtschaftlichen und sozialen Aspekten des Unternehmens und der neuen Technologie. Die SEC wird zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens konsultiert. Sie reagieren auch auf formelle Konsultationen der Arbeitgeber zu Themen wie Entlassungen und Berufsausbildung (ohne formelle Verhandlungsmacht) und sind für die Verwaltung sozialer und kultureller Aktivitäten zuständig, für die sie über ein tarifvertraglich festgelegtes Budget verfügen. Andernfalls verfügt die SEC über ein funktionierendes Budget in Höhe von 0,2 % der jährlichen Lohnsumme des Unternehmens oder 0,22 % in Unternehmen mit mehr als 2.000 Beschäftigten. Die SEC wird auch die Aufgaben der ehemaligen Personaldelegierten (Die Darstellung individueller und kollektiver Beschwerden gegenüber der Geschäftsleitung und die Gewährleistung der Umsetzung von Rechtsvorschriften und Tarifverträgen) sowie die Rolle des Ausschusses für Sicherheit und Arbeitsbedingungen übernehmen. Die wöchentliche Ruhezeit von 24 Stunden kann nur für besondere Tätigkeiten verschoben werden, die durch das Gesetz 370/1934 (Artikel 5) behandelt werden.

Die Arbeitnehmer haben Anspruch auf eine Ausgleichsruhepause.